Ab Januar 2002 wird ein Pflichtpfand auf Einwegflaschen und Getränkedosen erhoben. Das haben Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) und Umweltminister Jürgen Trittin (SPD) angekündigt. Das Pfand auf alle "ökologisch nachteiligen" Getränkeverpackungen soll 50 Pfennig betragen. Ab einem Füllvolumen von 1,5 Litern erhöht sich das Pfand auf eine Mark. Ausgenommen von der Zwangspfandverordnung sind Wein- und Sektflaschen sowie Konservendosen. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) kritisierte den Beschluss. Er befürchtet unter anderem den Zusammenbruch des Glas-Recycling. Über die Höhe des zusätzlichen Transportaufkommens durch das Zwangspfand konnte Hanskarl Willms vom BDE keine Angaben machen. "Sicher ist nur, dass der Großteil Scherben sein werden. Das zusammengepresste Aluminium wird keine hohe Tonnage erzeugen", sagte Willms gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Zur Abwicklung der Transporte gebe es zwei Wege. "Entweder die großen Handelsketten investieren selber, schaffen sich die Rücknahmeautomaten an und suchen einen Dienstleister für den Transport. Oder ein Dienstleister stellt die Automaten auf und managt auch den Transport", sagte Willms. (vr/cm)
Zwangspfand kommt ab Januar 2002
Höhe des zusätzlichen Transportaufkommen noch ungewiss