Das LKW-Mautsystem auf deutschen Autobahnen wird durch das Konsortium ETC aus DaimlerChrysler, Deutscher Telekom und dem französischen Autobahnbetreiber Cofiroute aufgebaut. Dies verlautete aus Regierungskreisen, die zugleich bestätigten, dass ETC in den kommenden zwölf Jahren insgesamt 7,73 Milliarden Euro für Aufbau und Betrieb des Systems erhalten werde. Bevor der Vertrag mit der Bundesregierung unterzeichnet werden kann, hat der unterlegene Bewerber AGES noch eine Woche Zeit, die Entscheidung anzufechten. Ein Unternehmenssprecher sagte, es gebe Hinweise für "Schwachpunkte" im neuen Vergabeverfahren. Man erwäge einen Nachprüfungsantrag beim Bundeskartellamt. Für diesen Fall wird im Ministerium mit einer weiteren Verzögerung des Mautbeginns um bis zu drei Monate gerechnet. Das Konsortium um den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone hatte sich bereits im vergangenen Herbst in das Vergabeverfahren eingeklagt. Im Bundesverkehrsministerium wurde der Zuschlag für ETC mit "erheblichen" Preisunterschieden zum AGES-Konsortium begründet. Die Bundesregierung erwartet Einnahmen aus der LKW-Maut von rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr und will davon etwa 1,55 Milliarden Euro in die Verkehrsinfrastruktur investieren. (vr/jök)
Zuschlag für LKW-Mautsystem an Daimler-Telekom-Konsortium
Konsortium erhält 7,73 Miilarden Euro