Detroit. Volkswagen hält sich für die Zukunft seiner Autovermietungstochter Europcar derzeit noch verschiedene Optionen offen. Neben einem Verkauf seien weiterhin auch ein strategischer Ausbau oder ein Börsengang denkbar, sagte VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder gestern auf der US-amerikanischen Automesse „North American International Auto Show“ in Detroit. Auch eine Kombination aus Ausbau und Börsengang sei möglich. Pischetsrieder sagte, er halte aus kartellrechtlichen Gründen eine Übernahme von Europcar durch den Konkurrenten Sixt für „eher unwahrscheinlich“. Europcar und Sixt hätten in Deutschland einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Sixt will gemeinsam mit dem Finanzinvestor Apax Europcar übernehmen. Daneben gibt es fünf bis sechs andere Interessenten, darunter Finanzinvestoren. Europcar ist europäischer Marktführer bei der Autovermietung. VW hatte Ende des vergangenen Jahres bereits seine IT-Tochter Gedas an die Telekom-Tochter T-Systems verkauft. Der Autobauer fährt derzeit einen Milliardensparkurs. (dpa/tbu)
Zukunft von Europcar bleibt offen
VW-Chef Pischetsrieder hält die Übernahme des konzerneigenen Autovermieters durch den Konkurrenten Sixt für „eher unwahrscheinlich“