Altersdiskriminierung im Recruiting: Erfahrung als ungenutztes Potenzial
Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt ist immer wieder ein großes Thema, auch in den sozialen Medien. Wie es derzeit für Arbeitssuchende und Wechselwillige ab 50 Jahren steht, erläutern Experten.
Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen dazu, ihre Rekrutierungsstrategien zu überdenken. Dennoch werden Bewerberinnen und Bewerber über 50 weiterhin häufig übersehen – trotz Erfahrung, hoher Motivation und Loyalität. Ein viel beachteter LinkedIn-Beitrag eines HR-Verantwortlichen zeigt, wie groß die Zustimmung für einen offeneren Umgang mit älteren Fachkräften ist. Studien belegen, dass altersgemischte Teams leistungsfähiger sind und ältere Mitarbeitende als besonders zuverlässig gelten. Gleichzeitig offenbaren sie eine deutliche Diskrepanz zwischen Wertschätzung und tatsächlichem Einstellungsverhalten. Vorbehalte wie hohe Kosten oder geringe Verweildauer halten einer genaueren Betrachtung oft nicht stand. Praxisbeispiele aus Logistik und Industrie zeigen: Wer Erfahrung, Produktivität und Teamfit in den Mittelpunkt stellt und flexiblere Arbeitsmodelle ermöglicht, kann das Potenzial der Ü-50-Generation gezielt nutzen – und dem Fachkräftemangel wirksam begegnen.