Zeitung: Volga-Dnepr will in Leipzig neue An-124 bauen

22.01.2013 12:15 Uhr
Antonow 124
Eine Antonow-124 in der Leipziger Wartungsbasis von Volga-Dnepr
© Foto: dapd/Klaus-Dietmar Gabbert

Russische Zeitung berichtet über Pläne der russischen Fluggesellschaft, das Frachtflugzeug An-124 in Leipzig zu bauen.

Moskau. Die russische Frachtflug-Gesellschaft Volga-Dnepr hat eine neue Idee entwickelt, wie sie ihren zukünftigen Bedarf an Großraum-Frachtern des Typs Antonow-124 decken könnte: Die Maschinen könnten auf Basis des Wartungsbetriebs gefertigt werden, den die Fluggesellschaft seit letzten Jahr auf dem Flughafen Leipzig unterhält, berichtete am Montag die Moskauer Wirtschaftszeitung „RBK Daily“. „Nach zehn Jahren vergeblicher Versuche, etwas in Russland in Gang zu bekommen, wollen wir die Unterstützung eines Staates suchen, der an einem solchen Projekt interessiert ist“, erklärte dem Bericht zufolge Volga-Dnepr-Chef Alexej Isajkin.

Volga-Dnepr beziffert seinen eigenen Bedarf an An-124- Frachtern auf 60 Stück bis zum Jahr 2030. Ende letzten Jahres hatte das russische Verteidigungsministerium beschlossen, aus Kostengründen auf den geplanten Erwerb von 20 neuen An-124 zu verzichten. Der Staatsauftrag wäre jedoch für den schon lange diskutierten Neustart der Produktion des schweren Frachters in Russland unabdingbar gewesen.

Isajkin charakterisierte das geplante Flugzeug als „Digital-Version eines schweren Militärfrachters“. Wie ein Informant bei dem Unternehmen gegenüber der Zeitung erklärte, könnte die Einzelfertigung neuer An-124 etwa 2017 bis 2018 in Leipzig anlaufen. Dabei würden Rümpfe und Fahrwerk der An-124 verwendet, die Elektronik solle von Zuliefern der Boeing-747-Produktion kommen, die Triebwerke von General Electric. Experten weisen jedoch darauf hin, dass ohne die Mitarbeit des ukrainischen Konstruktionsbüros Antonow eine Fertigung des Flugzeugs unmöglich sei. Ein Antonow-Sprecher erklärte, dass sein Unternehmen immer wieder mit Volga-Dnepr die Reanimierung der Produktion des Großraum-Frachters erörtere. Bisher habe man dabei aber Standorte in Russland oder der Ukraine erwogen. (ld)

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