Leipzig/Altmark. Der Bau der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin könnte sich nach einem Bericht der „Altmark-Zeitung” erneut verzögern. Das Bundesverwaltungsgericht wird sich demnach in absehbarer Zeit nicht mit dem Abschnitt Dolle-Lüderitz befassen. Die Umweltschutzorganisation Bund und zwei Privatpersonen hatten gegen die Pläne dafür geklagt. Ursprünglich sollte darüber noch in diesem Frühjahr verhandelt werden. Das Verfahren wird laut der Zeitung (Dienstag-Ausgabe) aber solange ausgesetzt, bis die Streitsache zum vorherigen Abschnitt Colbitz-Dolle endgültig abgeschlossen ist.
Das Gericht hatte die Planungen für diesen Abschnitt am 8. Januar für rechtswidrig und nicht nachvollziehbar erklärt. Nun hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, in einem ergänzenden Verfahren die vom Gericht festgestellten Mängel zu beseitigen.
In der Beschlussbegründung für die Aussetzung des Abschnitts Dolle-Lüderitz, die der „Altmark-Zeitung” vorliege, wird zum einen auf Naturschutz-Gründe hingewiesen. Zum andern kalkuliert das Gericht demnach die Möglichkeit ein, dass der Bund mit den Nachbesserungen noch immer nicht zufrieden ist und erneut gegen den Abschnitt Colbitz-Dolle klagt. Da die beiden Abschnitte planungstechnisch verknüpft sind, kann laut Zeitung erst dann weitergebaut werden, wenn für beide endgültig Baurecht vorliegt, also die Urteile gesprochen und rechtskräftig sind. Vor 2017 dürfte es laut der Zeitung mit dem Bau der Altmark-Autobahn daher wohl nicht weitergehen.
Die 155 Kilometer lange Trasse von Magdeburg bis Schwerin soll im Jahr 2020 befahrbar sein. Für das Gesamtvorhaben sind rund 1,25 Milliarden Euro veranschlagt. (dpa)
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