Wismar. Der Seehafen Wismar steuert im Jahr 2006 einen Umschlagsrekord an. Nach einer 30-prozentigen Steigerung auf 3,9 Millionen Tonnen im Vorjahr werde nun die Vier-Millionen-Tonnen-Grenze angepeilt, berichtete die „Ostsee-Zeitung“ unter Berufung auf Hafengeschäftsführer Michael Kremp. Wismar sei im Holz-Import und Kali-Export die Nummer eins im Ostseeraum und wolle seine Position im Bereich Stückgut weiter ausbauen. Wachstumspotenzial sieht Kremp demnach im gesamten Ostsee-Raum. So komme Russlands Wirtschaft jetzt erst richtig in Schwung. Wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, war der Seehafen Wismar 2005 vom Umschlagsaufkommen nach dem Seehafen Rostock (22,9 Millionen Tonnen) und dem Fährhafen Sassnitz (5,0 Millionen Tonnen) der drittgrößte Hafen im Land. Bis September seien mit einem Volumen von 3,08 Millionen Tonnen 190.000 Tonnen mehr umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund sei die ständig verbesserte Infrastruktur. Am Montag sei zudem ein elektrifizierter Gleisanschluss in Betrieb genommen worden. Damit sei der Hafen gerüstet für den zunehmenden Schienengüterverkehr, hieß es. Täglich würden bis zu 15 Züge abgefertigt, bis Ende September zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (dpa/tz)
Wismarer Hafen steuert 2006 Rekord an
Nach einer 30-prozentigen Steigerung auf 3,9 Millionen Tonnen im Vorjahr werde nun die Vier-Millionen-Tonnen-Grenze angepeilt