Wirtschaftskrise: Chinesen sehen erste Anzeichen für Erholung

06.03.2009 13:04 Uhr

Die chinesische Regierung sieht erste Anzeichen für eine mögliche Erholung seiner Wirtschaft. Ausländische Beobachter sind skeptisch

Peking (China): Die chinesische Regierung sieht erste Anzeichen für eine mögliche Erholung seiner Wirtschaft, will notfalls aber rasch und energisch weitere Schritte gegen die Krise ergreifen. Trotz eines weiteren starken Rückgangs des Außenhandels im Februar gaben sich die höchsten chinesischen Finanz- und Wirtschaftsplaner am heutigen Freitag auf einer Pressekonferenz anlässlich der Tagung des Volkskongresses in Peking betont optimistisch. „Es gibt bereits Zeichen für eine Erholung, darunter ein Wiederaufschwung im Konsum, bei den Investitionen und einigen Produktpreisen“, sagte Zhang Ping, der Vorsitzende der Entwicklungs- und Reformkommission. „Ob wir neue Maßnahmen ergreifen müssen, hängt von den sich ändernden Umständen ab.“ Trotz der positiven Äußerungen, mit denen Chinas Politiker in der Krise für Zuversicht sorgen wollen, zeigt der chinesische Außenhandel allerdings keine Erholung. Experten erwarten für Februar einen Rückgang um mehr als 20 Prozent, wie die Wirtschaftszeitung „21 Shiji Jingji Baodao“ (21st Century Business Herald) berichtete. Es wäre der vierte monatliche Einbruch in Folge. Im Januar waren die Exporte um 17,5 Prozent gefallen, während die Importe sogar um 43,1 Prozent eingebrochen waren. China importiert viele Güter, die für den Export von Waren weiterverarbeitet werden. Trotz der Krise hatte sich Chinas Regierungschef Wen Jiabao am Vortag vor dem Volkskongress zuversichtlich gezeigt, „rund acht Prozent“ Wirtschaftswachstum zu erreichen. Doch sahen Beobachter darin vor allem Zweckoptimismus. Schon in den Vorjahren waren seine Wachstumsziele immer weit von der Realität entfernt und spiegelten eher das Wunschziel der Regierung wider. Die bisherigen Schätzungen der Weltbank und anderer Experten reichen von fünf bis maximal sieben Prozent Wachstum in diesem Jahr, was für ein Schwellenland wie China nicht ausreicht, um genügend Arbeitsplätze zu schaffen. (dpa/ak)

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