In mehreren deutschen Seehäfen haben Hafenarbeiter vergangene Woche gegen die geplante EU-Richtlinie zur Liberalisierung der Hafendienstleistungen ("Port-Package") protestiert. Als Folge des Port-Package könnte sich "mächtige Kapitaleigner aus Honkong und Singapur einkaufen", warnte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di, die zu den Demonstrationen aufgerufen hatte. Damit wäre der Einführung von "asiatischen Sozialstandards mit Tagelöhnerei und Mini-Bezahlung" Tür und Tor geöffnet. Eurogate-Chef Thomas Eckelmann erklärte, das Port-Package gefährde die Investitionspläne der Unternehmensgruppe im Volumen von 250 Millionen Euro. Eckelmann forderte wegen der geringen Renditen "europäische Lizenzlaufzeiten von 50 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen." (vr/eha)
Widerstand gegen das Port-Package
Hafendienstleister und Gewerkschaften fürchten asiatische Kapitalgruppen