Hannover. Der größte europäische Autobauer Volkswagen greift nach dem indonesischen Nutzfahrzeug-Markt. Das Modell T5 werde "ab sofort" auch in dem südostasiatischen Land montiert, teilte die Nutzfahrzeug-Tochter von VW am Montag in Hannover mit. Die Autos werden in der Hauptstadt Jakarta nicht vollständig produziert, sondern aus importierten Teilen zusammengebaut. Ziel sei es, bis 2015 rund 1200 Transporter und Multivans des T5 vom Band rollen zu lassen. In diesem Jahr sollen zunächst etwa 220 Stück montiert werden.
Nutzfahrzeug-Vertriebschef Harald Schomburg begründete den Schritt mit dem großen Potenzial der Nachfrage in Indonesien: "Wir ergreifen die Chancen, die sich auf diesem wachstumsorientierten Markt bieten." Dabei arbeiten die Hannoveraner wie schon die Kollegen der Marken VW-PKW und Audi mit dem Importeur Indomobil zusammen. Die Montage der Bausätze sei der "Türöffner, um Marktanteile zu gewinnen", hieß es.
Wachstumsmotor Südostasien
Der lokale Partner ist auch für den Vertrieb der Autos zuständig. Südostasien entwickelt sich für den VW-Konzern neben China, Russland und Brasilien immer mehr zu einem Wachstumsmotor. Im Dezember 2010 hatte Vertriebsvorstand Christian Klingler einen Partnerschaftsvertrag mit dem malaysischen Anbieter DRB Hicom zur Fertigung des Passat aus zugelieferten Bauteilen unterzeichnet. In einer zweiten Ausbaustufe ist die Vollproduktion des Jetta geplant. (dpa)