Vorsicht, Falle! Welche Benimmregeln zählen

14.03.2013 13:30 Uhr
Aufgepasst vor Fallen und Fettnäpfchen: Wer Karriere machen will, sollte die Benimmregeln im Geschäftsleben kennen.

Knigge – alt und verstaubt? Keineswegs! Gerade im Job sind Höflichkeit und Manieren gefragt. Wir sagen Ihnen, welche Benimmregeln noch heute gelten und wie Sie Patzer umgehen.

München. Im Geschäftsleben gelten zum Teil komplett andere Benimmregeln als im Privatleben. Zudem muss man im Job mit gravierenden Konsequenzen rechnen, erlaubt man sich einen „Tritt ins Fettnäpfchen“. Die Benimmregeln in der Berufswelt müssen viele Jobeinsteiger erst lernen, aber lassen Sie sich damit nicht zu viel Zeit. Denn gerade in den ersten Wochen werden sich Ihre Chefs und Kollegen den ersten Eindruck von Ihnen verschaffen – und der sollte schließlich so gut wie möglich ausfallen. Gerade von erfahrenen Kollegen kann man viel lernen. Beobachten Sie also sich und andere. Bleiben Sie trotz allem immer Sie selbst!

So machen Sie einen guten Eindruck

Hochmotiviert und fachlich bestens vorbereitet steigen viele Hochschulabsolventen in den Job ein – um dann an „simplen“ Benimmregeln zu scheitern. Denn so mancher Lapsus kann sogar den Chef in Teufels Küche bringen oder einen Großauftrag kosten. Dabei ist es gar nicht so schwer, einen geschickten Auftritt auf dem gesellschaftlichen Parkett hinzulegen. Worauf Sie achten müssen:

— Begrüßung: Auf die Hierarchie kommt es an, also grüßt der Angestellte den Vorgesetzten zuerst. Aber: Die Hand zum Gruß gibt der Ranghöhere. Wer beim Kundenbesuch die Tasche in der linken Hand hält, hat die rechte zum Begrüßen frei.

— Duzen oder Siezen: Auch hier gilt, der Ranghöhere bietet das „Du“ an. Ist man bei einer Feier eher versehentlich zum „Du“ übergegangen, dann sollte man am nächsten Tag auf jeden Fall wieder siezen.

— Privatsphäre: Eine offene Bürotür heißt nicht, dass Sie einfach hineinstürmen können. Klopfen Sie trotz allem an und vor allem fragen Sie nach, ob Zeit für ein Gespräch ist.

— Pünktlichkeit: Andere warten zu lassen, ist schlicht unhöflich. Bisweilen wird es sogar als Machtdemonstration gewertet und ist damit gerade für Berufseinsteiger ein absolutes Tabu.

— Handys: Ihr Lieblingssong als Klingelton kommt unter Umständen nicht allzu gut an. Laute und abgedrehte Melodien deshalb vermeiden. In Meetings und Gesprächen sollte das Handy nur in Notfällen eingeschaltet bleiben.

— Kleidung: Kostüm oder doch eher Jeans? Darauf gibt es keine generelle Antwort, vielmehr kommt es auf die Unternehmenskultur und die Branche an. Sie sollten sich jedoch nicht so sehr aufmotzen, dass Sie Ihren Chef in den Schatten stellen.

— Small Talk: Klatsch, Tratsch, Beziehungsprobleme und Wehwehchen sind nicht für die Ohren von Geschäftspartnern und Kollegen bestimmt.

— Literaturtipp: A. Quittschau/Ch. Tabernig: Business-Knigge. Die 100 wichtigsten Benimmregeln; ISBN: 978-3-648-03590-0; 2. Auflage 2012; 256 Seiten; Preis: 8,95 Euro. (ts)

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