Unter welchen Rahmenbedingungen der ab 1. August amtierende neue Vorstand der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) seine Aufgaben erfüllen wird, bleibt vorläufig ein Rätsel. Die Teilung der ÖBB in die Bereiche Infrastruktur und Betrieb ist zwar beschlossene Sache, hinsichtlich der konkreten Umsetzung gehen die Meinungen allerdings auseinander. Der Aufsichtsrat favorisiert das vom scheidenden Generaldirektor Helmut Draxler vorgeschlagene Holding-Modell, wonach zentrale Dienste, wie Rechnungs- oder Personalwesen auch weiterhin in einer Hand bleiben. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) will sich punktgenau an das Koalitionsabkommen halten und fordert die totale Trennung in zwei Unternehmen. Die geringsten Chancen auf Verwirklichung haben die Ideen von Verkehrsministerin Monika Forstinger (FPÖ). Sie wünscht sich eine umfassende Teilung in mehrere regionale Bahnunternehmen. Die politischen Verhandlungen gehen weiter. (vr/rv)
Viele Fragezeichen bei ÖBB-Teilung
Das Thema Trennung von Netz und Betrieb wird in Österreich kontrovers diskutiert