Frankfurt/Main. Die Deutsche Bahn will ihre Verkehrs- und Logistiktochter im November an die Börse bringen, schließt aber eine Verschiebung bei einem schlechten Kapitalmarktumfeld nicht aus. „Wenn man kein Geld für das kriegt, was man verkaufen will, dann verkauft man nicht“, sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am Dienstagabend in Frankfurt im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Bei „Wolken“ über den Finanzmärkten könne der Börsengang auch ein halbes Jahr später erfolgen. Die Bahn wolle die Aktien sowohl Privatanlegern, Mitarbeitern als auch institutionellen Anlegern verkaufen. Geplant sei eine Werbetour in Europa, Asien und den USA. Einen Absturz der Aktie ähnlich wie bei der Privatisierung der Deutschen Telekom erwarte er nicht. „Das glaube ich nicht, dass das passieren kann“, sagte Mehdorn und ergänzte: „Man kann nie was ausschließen.“ Probleme bereite der Bahn derzeit der hohe Ölpreis, der auch die Stromkosten in die Höhe treibe. „Das schadet uns sehr“, sagte Mehdorn. Allerdings sei die Bahn davon weniger betroffen als der Auto- und Luftverkehr. Bei dem Börsengang ist geplant, bis zu 24,9 Prozent der Bahntochter DB Mobility Logistics AG zu verkaufen. Der Bund rechnet mit Einnahmen von acht Milliarden Euro. (dpa)
Verschiebung von Bahn-Börsengang möglich
Bei einem schlechten Kapitalmarktumfeld schließt die Deutsche Bahn eine Verschiebung des für November geplanten Börsengangs nicht aus