Verkehrsgerichtstag: Streit über höheres Bußgeld für Handy am Steuer

25.01.2002 11:42 Uhr

Die Forderung des Präsidenten der Tagung, Peter Macke nach 50 Euro Strafe für Telefonieren mit Handy während der Fahrt stößt auf Ablehnung

Die Forderung nach einem höheren Bußgeld für das Telefonieren mit Handy am Steuer löste auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar eine Kontroverse aus. Peter Macke, Präsident der Expertentagung schlug am Donnerstag zur Eröffnung eine Erhöhung von derzeit gut 30 Euro auf 50 Euro vor. Seiner Ansicht nach zeigt das seit April 2001 geltende Handyverbot am Steuer kaum Wirkung. Der Allgemeine Automobilclub (ADAC) und der Deutsche Anwaltsverein wiesen diese Forderung zurück. Ihrer Ansicht nach ist das Sicherheitsrisiko durch das Telefonieren am Steuer nicht ausreichend nachgewiesen. Es müsse zunächst abgewartet werden, ob Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung tatsächlich zu einer höheren Unfallhäufigkeit führe, sagte Chef-Jurist Eckhart Jung. Ein höheres Bußgeld hätte auch einen Punkt in der Verkehrssünderkartei zur Folge. Jung: "Allein die Tatsache, dass man telefoniert, rechtfertigt eine Bepunktung nicht." Macke verlangte außerdem ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger sowie die Einführung einer Gurtpflicht in Schulbussen. (tw/reuters)

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