Die Bundesregierung erwartet bis zum Jahr 2015 einen Anstieg des Güterverkehrs um 64 Prozent in Deutschland. Wenn nichts unternommen werde, müsse auf der Straße mit einer Zunahme der Güterverkehrsleistung von 236 auf 422 Milliarden Tonnenkilometer gerechnet werden, sagte Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt bei der Vorlage des Verkehrsberichts 2000. Auf der Schiene komme es dagegen nur zu einem Anstieg von 72 auf 99 Milliarden Tonnenkilometer. Der Anteil des Straßengüterverkehrs würde dabei von etwa 64 auf 70 Prozent steigen, der Anteil der Schiene aber von fast 20 auf 16 Prozent sinken. Es sei aber das Ziel, die Güterverkehrsleistung auf der Schiene bis 2015 auf annähernd 150 Milliarden Tonnenkilometer zu verdoppeln. Klimmt ließ durchblicken, dass er sich eine Lkw-Gebühr von 30 Pfennig ab 2003 vorstellen kann und im Gegenzug eine Senkung der Kraftfahrzeugsteuer. Dafür müßten aber die Länder einen Ausgleich erhalten, in deren Kassen die Steuer fließe. Die "Pällmann-Kommission" hatte eine Gebühr von 25 Pfennig vorgeschlagen.
Verkehrsbericht: Drastische Zunahme des Güterverkehrs erwartet
Klimmt erwägt Lkw-Gebühr von 30 Pfennig pro Kilometer einzuführen und dafür die Kfz-Steuer zu senken