Bremen. EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat sich dafür ausgesprochen, notleidende Werften mit staatlichen Hilfen aus der Krise zu holen. Wenn dies mit dem EU-Wettbewerbsrecht übereinstimme, sollte es geschehen, sagte der SPD-Politiker dem „Weser Kurier“ (Freitag). Allerdings sei es Sache der nationalen Regierungen, einzelne Unternehmen zu unterstützen. Im Gemeinschaftsetat der EU sei dafür kein Geld vorgesehen, sagte Verheugen vor der Schiffbaukonferenz an diesem Freitag in Bremerhaven. Eingeladen sind Vertreter von Europas führenden Werften und Schiffszulieferern, die zuständigen Minister der Mitgliedsstaaten und die Gewerkschaften. Im Rahmen der Initiative „Leadership 2015“ solle nach einem Zukunftsmodell für die Werften gesucht werden. „Wir möchten, dass die europäischen Unternehmen in ihren Marktsegmenten die führende Rolle behalten und ausbauen“, sagte Verheugen. Die EU setzt dabei auf die Entwicklung von Schiffen, die dank umweltfreundlicher Technologien nicht nur sparsamer sind, sondern auch weniger Schadstoffe ausstoßen. Die EU werde diesen Prozess finanziell flankieren, der Fördertopf für die maritime Forschung solle dafür deutlich aufgestockt werden, kündigte Verheugen an. (dpa)
Verheugen empfiehlt Staatshilfe für Werften
EU-Industriekommissar spricht sich für finanzielle Unterstützung notleidender Schiffsbauunternehmen aus