Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) hat im September 2026 bundesweit Schwerpunktkontrollen im Straßengüterverkehr durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Einhaltung der Kabotagebestimmungen, das Verbot der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit im Fahrzeug sowie technische Mängel an Nutzfahrzeugen.
An den Kontrollaktionen waren 447 Mitarbeiter des Verkehrskontrolldienstes beteiligt. Insgesamt wurden an 132 Kontrollstellen 2.078 Verkehrskontrollen durchgeführt. Zusätzlich waren 37 Experten für Technische Unterwegskontrollen (TUK) im Einsatz.
BALM kontrolliert Kabotage im Straßengüterverkehr
Den größten Anteil machten Kontrollen der Kabotagebestimmungen aus. Insgesamt prüften die Kontrolleure in diesem Bereich 1.767 Fälle. Dabei stellte das BALM 58 Beanstandungen mit insgesamt 118 Verstößen fest.
Für die Auswahl der Kontrollstellen konzentrierte sich die Behörde unter anderem auf Strecken und Verkehrsknotenpunkte mit einem hohen Anteil gebietsfremder Fahrzeuge. Zudem wurden Standorte großer Industrie-Verlader sowie von Logistik- und Versandhandelsunternehmen berücksichtigt.
Verstöße gegen wöchentliche Ruhezeit festgestellt
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Sozialvorschriften für Fahrer. Bei 521 Kontrollen überprüfte das BALM, ob das Verbot eingehalten wurde, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Fahrzeug zu verbringen.
Insgesamt wurden dabei 70 Verstöße festgestellt. Die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit darf damit weiterhin nicht im Lkw verbracht werden.
Technische Kontrollen decken 52 Verstöße auf
Auch der technische Zustand der Fahrzeuge wurde überprüft. Bei 142 Kontrollen auf technische Mängel stellten die TUK-Experten insgesamt 52 Verstöße fest.
Die technischen Unterwegskontrollen sind damit neben Kabotage- und Sozialvorschriften ein weiterer Schwerpunkt der bundesweiten Überwachung des Straßengüterverkehrs.
Rund 177.600 Euro an Sicherheitsleistungen
Im Zuge sämtlicher Schwerpunktkontrollen nahm das BALM Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 177.597,48 Euro ein.
Die Behörde weist allerdings darauf hin, dass die Ergebnisse der Schwerpunktaktionen nicht repräsentativ für den gesamten Straßengüterverkehr sind. Die Kontrollstellen werden gezielt anhand des Verkehrsaufkommens, früherer Feststellungen und vorhandener Erfahrungswerte ausgewählt.
Das BALM will die bundesweiten Schwerpunktkontrollen zu Kabotage, wöchentlichen Ruhezeiten und technischen Mängeln fortsetzen.