Verhaltener Optimismus bei Österreichs Spediteuren

20.11.2009 13:18 Uhr

Kritik an österreichischer Verkehrspolitik: Spediteure befürchten Mautanstieg um durchschnittlich vier Prozent

Wien. In einem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr sprechen die Spitzen-Repräsentanten des österreichischen Zentralverbandes Spedition & Logistik von einem leichten Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr. Trotzdem gilt eine „schwarze Null“ in der Bilanz 2009 der Mitgliedsbetriebe bereits als Erfolg. Ganz trauen die Spediteure der weiteren Entwicklung des zarten Konjunktur-Pflänzchens noch nicht. Beispielsweise klingen Chinaimporte nach einer Spitze in den vergangenen Wochen bereits wieder ab. Durch den Abbau von Industrielagern wirken sich Nachfrageschwankungen dramatischer als in der Vergangenheit auf die Verkehrswirtschaft aus. Unzufrieden zeigen sich die Spediteure mit der Ökologisierung der österreichischen LKW-Maut ab Januar 2010. In der Praxis werde die Verwendung von Fahrzeugen (EEV und Euro 6) belohnt, die noch gar nicht zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung des aktuellen LKW-Mix ergebe sich eine Verteuerung um vier Prozent. Außerdem sei die effektive Mauthöhe wenige Wochen vor Inkrafttreten noch nicht definitiv bekannt. Damit kommen die Speditionen bei den Preisverhandlungen für 2010 in einen Argumentations-Notstand gegenüber ihren Kunden. (rv)

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