Hamburg/Bonn. Die Gewerkschaft Verdi lehnt Tarif- Nachverhandlungen bei der Post ab. „Wir sind weder bei den Löhnen noch bei den Arbeitszeiten zu Verhandlungen bereit“, sagte Verdi-Vizechefin Andrea Kocsis der „Financial Times Deutschland“ (Freitag). „Es gibt keinen Millimeter Spielraum.“ Die stellvertretende Post-Aufsichtsratschefin erteilte damit Post-Chef Frank Appel eine Absage. Der hatte angekündigt, angesichts drastischer Gewinnrückgänge das Gespräch mit den Sozialpartnern suchen zu wollen. Durch den Einbruch im Briefgeschäft müsse man auf die „Kostenbremse“ treten. Appel hatte gefordert, die Wochenarbeitszeit der Briefzusteller zu verlängern. „Wir ignorieren das, das kostet Arbeitsplätze“, sagte Kocsis. Sie dementierte Berichte, denen zufolge die Verschiebung einer für Ende 2009 vereinbarten Gehaltserhöhung sondiert werde. „Die Briefsparte ist immer noch sehr gewinnträchtig“, sagte Kocsis. Wir tragen keine Einschnitte mit, nur um die Rendite für die Aktionäre hoch zu halten. Der Tarifvertrag für Deutschland, wo die Post 170.000 Mitarbeiter beschäftigt, sieht eine Lohnerhöhung um insgesamt sieben Prozent und eine Beschäftigungsgarantie bis Mitte 2011 vor. (dpa)
Verdi lehnt Tarif-Nachverhandlungen bei der Post ab
Arbeitnehmergewerkschaft verweigert Verhandlungen über Löhne und Arbeitszeit