Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert aufgrund der hohen Zahl von Unfällen auf Autobahnen eine EU-weite Senkung der täglichen Lenkzeiten von zehn auf neun Stunden und mehr Pausen für Lkw-Fahrer. Die wöchentliche Lenkzeit müsse von 56 auf 45 Stunden reduziert werden. Übermüdung, Stress und dauerhafte Überbelastung seien für die Fahrer ein Gesundheitsrisiko und gefährdeten alle Verkehrsteilnehmer, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Rolf Büttner. Zudem verlangte er kürzere Abstände zwischen den Pausen und längere Ruhezeiten. Strafen für Verfehlungen müssten wie in Frankreich mit Geldbußen bis zu 31.000 Euro oder Gefängnisstrafen geahndet werden. Der Gewerkschafter sprach sich dafür aus, dass Firmen für ihre Fahrer haften. Büttner gab den Startschuß für eine bis zum 30. Oktober dauernde 12.000 Kilometer lange Tour eines tonnenschweren Lkw, der auf Autobahnraststätten und in Logistikzentren auf die Arbeitsbedingungen der Fernfahrer aufmerksam machen soll. (vr/jök.)
Verdi auf Tour für kürzere Lkw-Lenkzeiten
Gewerkschaft fordert Senkung der wöchentlichen Lenkzeit von 56 auf 45 Stunden