Hannover. Die Stadt Hannover verschärft im kommenden Jahr die Regelungen für ihre Umweltzone: Von 2010 an dürfen Kraftfahrzeuge nur noch mit grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Ausnahmegenehmigungen werden unter strengeren Voraussetzungen als bisher erteilt. Bislang konnten private PKW-Halter und Gewerbetreibende ohne gültige Plakette gegen eine Gebühr in dem ausgewiesenen Gebiet fahren. Diese Regelung wird es in Zukunft nicht mehr geben. Ausnahmen können dann nur noch geltend gemacht werden, wenn für ein Fahrzeug, das jünger als fünf Jahre ist, kein Partikelfilter angeboten wird oder wenn es wirtschaftlich unmöglich ist, ein neues Auto zu kaufen. Privatleute, die monatlich weniger als 1.150 Euro verdienen, dürfen weiterhin mit einer gelben oder roten Plakette in der Umweltzone fahren. Gewerbetreibende können durch einen Steuerberater nachweisen, dass eine Ausmusterung ihrer Fahrzeuge oder eine Neuanschaffung zu einer Insolvenz führen könnte. "Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Leute umrüsten, sich ein neues Auto kaufen oder den Nahverkehr nutzen", sagte Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff am Donnerstag. Betroffen von den Neuregelungen seien von Januar an bis zu 30.000 Kraftfahrzeuge. Touristen oder Messegäste ohne grüne Plakette können laut Mönninghoff weiterhin eine Kurzzeitgenehmigung beantragen. Noch unentschieden ist eine Klage gegen die Umweltzone vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Das Urteil wird spätestens Ende April erwartet. "Ab dann werden die Anträge für die Ausnahmegenehmigungen bearbeitet", sagte Mönninghoff. Deutschlandweit gibt es mittlerweile in 32 Städten Umweltzonen. Damit soll die Konzentration von Feinstaub in den Innenstädten reduziert werden. (dpa)
Umweltzone: Hannover verschärft Regelungen
Generelle Ausnahmegenehmigungen für Umweltzonen werden abgeschafft.