Umweltschützer: Bahn muss mehr gegen Zuglärm unternehmen

13.08.2008 15:48 Uhr

Deutscher Naturschutzring und Verkehrsclub Deutschland fordern lärmabhängige Trassenpreise

Bonn. Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung müssen nach Meinung von Umweltverbänden mehr gegen den Zuglärm entlang der Gleise unternehmen. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezeichneten Lärm heute als größtes Problem des Schienenverkehrs. DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen verlangte in Bonn, von Januar 2009 an solle die Bundesregierung lärmabhängige Trassenpreise vorschreiben und so die Schienensanierung und Umrüstung der Züge auf leise Techniken vorantreiben. Nach diesen Angaben sind 16 Millionen Bundesbürger von Zuglärm betroffen. Die Spitzenwerte von 108 Dezibel seien im Rheintal gemessen worden, was fast dem Start eines Flugzeuges entspreche. Alte Güterzüge seien bis zu viermal so laut wie moderne Personenzüge. Nach dem Lärmsanierungsprogramm des Bundes für Schienenwege aus dem Jahr 1999 müssen 3400 Kilometer Trasse saniert werden, rund zehn Prozent des gesamten Schienennetzes. Bisher wurden 600 Kilometer erneuert. Die komplette Lärmsanierung würde DNR und VCD zufolge bis zu 40 Jahre dauern, wenn der Bund wie bisher pro Jahr 50 bis 100 Millionen Euro dafür bereitstelle. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Lagerist (m/w/d)

Sehnde bei Hannover

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.