Umfrage: Pessimistische Erwartungen für Transportaufkommen

30.05.2008 14:16 Uhr
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Preisdämpfer beim Schienengüterverkehrsmarkt (Bild: ddp)

Mit steigenden Transportpreisen und einer eher verhaltenden Entwicklung des Transportaufkommens rechnen Experten laut einer Befragung

Basel/Mannheim. Branchenexperten beurteilen insgesamt die Entwicklung des Transportaufkommens im kommenden halben Jahr in Deutschland offenbar eher pessimistisch, für einzelne Transportzweige prognostizieren sie allerdings ein Aufkommenswachstum. Die Experten schätzen zudem, dass die Preise steigen werden. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Progtrans und des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Teilgenommen haben 300 Spitzenkräfte der Transport- und verladenden Wirtschaft. Die Erwartungen für das Transportaufkommen sind für die einzelnen Transportzweige nach der aktuellen Befragung unterschiedlich. Im Straßengüter- und im Kombinierten Verkehr rechnen die Befragten in allen Teilmärkten mehrheitlich mit einem Wachstum. Dieselbe Entwicklung sehen sie bei der Luft- und Seefracht im Asien-/Pazifik-Verkehr. Im Schienenverkehr und bei den KEP-Diensten sind die Prognosen etwas, bei der Binnenschifffahrt deutlich zurückhaltender. Für die Experten sind auch die Europa- und Nordamerikaverkehre bei der Luft- und Seefracht nicht mehr auf Wachstumskurs. Die Experten rechnen zudem mehrheitlich für das nächste halbe Jahr mit steigenden Transportpreisen im Vergleich zum Vorquartal. Die Ausnahme bildet hier der Schienenverkehr. Für den Preisanstieg dürften vor allem die stark steigenden Ölpreise sein. Bei der Luft- und Seefracht sind laut der Befragung auch die zunehmenden Zusatzabgaben hierfür mitverantwortlich. Im Straßengüterverkehr, der Binnenschifffahrt und im Kombinierten Verkehr liegen die erwarteten Preissteigerungen generell etwas über dem Durchschnitt der Landverkehrszweige. Bei der Luft- und Seefracht sind die erwarteten Preissteigerungen im Asien-Pazifik-Verkehr besonders hoch, aber auch in der Nordamerika-Fahrt vergleichsweise stark. Im Gegensatz zu den meisten anderen Transportmärkten rechnen die Experten für die Schienengüterverkehrsmärkte im nächsten halben Jahr mit einem deutlichen Preisdämpfer. Als Erklärungsgründe sehen Progtrans und ZEW unter anderem die zunehmende intramodale Konkurrenz. (szs)

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