Brüssel. Die Internationale Vereinigung des Kombinierten Verkehrs (UIRR) fordert eine EU-Transportpolitik, die Hindernisse in der Bahninfrastruktur beseitigt, ihre grenzüberschreitende Passfähigkeit sichert und den Verkehrsträgern alle von ihnen verursachten externen Kosten anlastet. Das sei zu berücksichtigen im neuen EU-Verkehrsweißbuch, in der Verordnung zum europäischen Bahnfrachtnetz und bei der Revision der Eurovignetten-Richtlinie, sagte der liberale EU-Abgeordnete Dirk Sterckx (Belgien) auf einem UIRR-Forum. Der Kombi-Verkehr (KV) verbrauche auf Langstrecken im Vergleich zum LKW-Verkehr 20 bis 30 Prozent weniger Energie und habe beim CO2-Ausstoß einen „60-prozentig kleineren Fußabdruck“, erklärte UIRR-Generaldirektor Rudy Colle. Von 1999 bis 2008 sei der KV jährlich um 5,5 Prozent gewachsen. Prognostiziert werde bis 2018 ein Jahreswachstum von über acht Prozent. Das sei nur zu schaffen, wenn Investitions-, Politik- und Managemententscheidungen enger koordiniert würden, mahnte Eric Peetermans von der Internationalen Bahnunion UIC. Der Vertreter der EU-Kommission, Maurizio Castelletti, sieht in der Überarbeitung des ersten Bahnpakets eine gute Gelegenheit zur Einführung eines Infrastrukturkosten-Schemas. (dw)
UIRR verlangt neue EU-Transportpolitik
Internationale Vereinigung des Kombinierten Verkehrs stellt Forderungskatalog auf