Richtige Ergebnisse, aber falsche Schlussfolgerungen. So urteilt der internationale Dachverband des Kombinierten Verkehrs UIRR über eine Studie zum Vergleich von Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß im Lkw- und Kombi-Verkehr (KV). Die wurde kürzlich von der Internationalen Straßentransport-Union (Iru) und ihrem deutschen Mitgliedsverband BGL in Brüssel vorgestellt. "Mit Interesse, aber auch Erstaunen" habe er gelesen, wie beide Verbände die Studie in einem zusammenfassenden Bericht werten, sagte UIRR-Generaldirektor Rudy Colle der VR. Mit Interesse deshalb, weil der KV auf den 19 untersuchten Strecken in mehr als 85 Prozent der Fälle erheblich geringere Negativwerte als der Straßentransport aufweise – und zwar durchschnittlich 16 Prozent weniger Energieverbrauch und 36 Prozent niedrigere Kohlendioxid-Emissionen. Andererseits ist Colle erstaunt, weil "die Straßenlobby aus diesen eigenen Daten den Schluss zieht, dass der KV gegenüber der Straße keine umweltrelevanten Effekte bietet." (vr/dw)
UIRR kritisiert Auslegung der Iru-BGL-Studie
Laut Iru biete der Kombiverkehr gegenüber der Straße keine umweltrelevanten Effekte