Köln. Die TÜV Rheinland Group ist seit 30 Jahren in Asien vertreten und befindet sich dort weiter auf Wachstumskurs. Der Prüfdienstleister sei aktuell in 14 asiatischen Ländern mit mehr als 2600 Beschäftigten in zahlreichen Branchen tätig, teilte die Gruppe heute in Köln mit. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen in Asien einen Umsatz von 160 Millionen Euro, was 17 Prozent des gesamten Umsatzes der Gruppe bedeutete. 2003 kamen erst 14 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Asien-Geschäft. Der erste Standort in Asien war 1978 in Tokio eröffnet worden. Stromerzeugung mit Photovoltaik sei ein großer Wachstumsmarkt in Asien, betonte der TÜV. Deshalb sollten die Prüfkapazitäten dort weiter ausgebaut werden. Auch in China werde eine Prüfung von Photovoltaik-Modulen aufgebaut, da dort immer mehr Hersteller für den Weltmarkt produzierten. In China sind bereits gut 1400 TÜV-Mitarbeiter an 20 Standorten tätig. In Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland könnten Hersteller von Waren in Asien den Zugang zu nationalen Märkten prüfen lassen. Rechtliche Vorgaben sowie die vom Einzel-Markt geforderte Qualität stehen im Fokus. In den asiatischen Laboren des TÜV Rheinland werden etwa Spielzeuge, Medizinprodukte und Werkzeuge, Haushalts- und Sportgeräte, Kleidung oder Unterhaltungselektronik geprüft. Auch bei diesen Produktzertifizierungen sieht der TÜV künftig weitere Zuwächse in Asien. Auch die Einführung eines neuen Mautsystems in Taiwan sei vom TÜV begleitet worden wie auch die Entwicklung des Sicherheitskonzepts für Magnetschwebebahnen in Südkorea. In Japan werde neben der Produktprüfung zunehmend auch eine Zertifizierung von Managementsystemen bei Unternehmen geordert. Hier gebe es weiteres Wachstumspotenzial, betonte der Sprecher. Von Yokohama nahe Tokio wird das asiatische Geschäft des TÜV Rheinland gesteuert. (dpa)
TÜV Rheinland setzt auf Asien
Der Prüfdienstleister sieht Asien weiterhin als Wachstumsmarkt, 2007 erwirtschaftete das Unternehmen dort 17 Prozent des Gesamtumsatzes