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Tschechische Frachtführer gegen LKW-Mautausweitung

Auf dem rund 5000 Kilometer umfassenden Regionalstraßennetz in Tschechien soll eine Maut für LKW über 3,5 Tonnen eingeführt werden

Kritik an den Plänen der Prager Regierung auch bei Fahrten auf dem niederrangigen Straßennetz Maut zu kassieren


Datum:
25.05.2011
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Prag. Tschechiens Transporteure sind strikt gegen die Pläne der Prager Regierung, die Maut für LKW über 3,5 Tonnen künftig auch bei Fahrten auf dem niederrangigen tschechischen Straßennetz einzuheben. Die Idee des tschechischen Verkehrsministeriums: Auf dem rund 5000 Kilometer umfassenden Regionalstraßennetz ebenfalls eine Straßengebühr für LKW über 3,5 Tonnen kassieren, um so den Schwerverkehr dazu zu bringen, diese Straßen nicht zu befahren, erklärte Jan Medved vom tschechischen Frachtführerverband Cesmad Bohemia gegenüber der Verkehrsrundschau.

Die Regierung erhofft sich von der Ausdehnung der Maut Mehreinnahmen für den Erhalt des Straßennetzes und gleichzeitig will man das regionale Straßennetz vom Schwerverkehr schützen. Die Frachtführer sind vehement gegen eine Ausweitung der Maut, weil das nicht zuletzt bedeuten würde, dass Tschechien das Land mit zwei parallel existierenden Mautsystemen wäre. Das Mauterhebungssystem auf den Autobahnen basiert auf Mikrowellenbasis von Kapsch. „Dieses System ist auf den normalen Straßen nicht anwendbar", sagte Medved. Also müsste ein zweites System auf Satellitenbasis errichtet werden.

Dessen Einführung würde mehr kosten als es unterm Strich bringen würde, kritisiert Cesmad Bohemia. Was fehlt, seien zudem aussagekräftige Entscheidungsgrundlagen, auf deren Grundlage das Thema seriös diskutiert werden könnte. Der Verband zeigt sich dennoch kompromissbereit: Auf ausgewählten Straßen von internationaler Bedeutung könne man eine LKW-Maut akzeptieren, sollte es notwendig sein, solche Straßen anstatt von Autobahnen zu befahren. (mf) 

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