Trotz Insolvenz von Walter Bau soll Rügenbrücke im Plan bleiben

01.02.2005 15:29 Uhr
Trotz Insolvenz von Walter Bau soll Rügenbrücke im Plan bleiben
© Foto: Architekturbuero Keipke/ddp

Sollte Walter Bau aus der beauftragen Firmengemeinschaft ausscheiden, werden die Arbeiten am derzeit größten deutschen Brückebauvorhaben (nebenstehend im Modell) durch die Firma Bögl fortgesetzt

Augsburg/Schwerin. Der drittgrößte deutsche Baukonzern Walter Bau hat Insolvenzantrag gestellt. Das Verfahren sei am Vormittag eröffnet worden, teilte das Amtsgericht Augsburg am Dienstag mit. Vorläufiger Insolvenzverwalter sei der Augsburger Anwalt Werner Schneider. Der Insolvenzantrag gilt für die Obergesellschaft Walter Bau-AG. Die operativen Tochtergesellschaften sollen erst einmal weiter machen. Die Insolvenz hat nach Angaben der Autobahnbaugesellschaft DEGES keine Auswirkungen auf das derzeit größte Brückenbauvorhaben Deutschlands, die Strelasundquerung von der A 20 zur Insel Rügen. Rundfunksender meldeten am Dienstag unter Berufung auf den DEGES-Bereichsleiter Volker Kock, das Bauvorhaben sei nicht gefährdet. Wenn Walter Bau aus der Arbeitsgemeinschaft ausscheide, würden die Arbeiten durch die Firma Bögl termingerecht fortgesetzt. Zudem sei noch nicht geklärt, ob die Tochtergesellschaften von dem Insolvenzantrag betroffen seien. Die Arbeiten an der 85 Millionen Euro teuren Strelasundquerung begannen am 31. August 2004, 2007 soll sie befahrbar sein. Die vier Kilometer lange Brücke wird von einer deutschen Firmengemeinschaft errichtet. Ihr gehören neben der Walter Bau AG die Unternehmen DYWIDAG Mecklenburg-Vorpommern und die Max Bögl GmbH & Co. KG (Neumarkt) an. Die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und - bau GmbH) ist verantwortlich für die Umsetzung der „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“. (dpa)

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