Für 5. Dezember ist ein Treffen der Transportminister von Italien, Deutschland, Frankreich, Schweiz und Österreich geplant. Auf einen genauen Ort wollte man sich bisher noch nicht festlegen. Laut italienischer Agenturmeldung soll das Meeting in der Schweiz stattfinden. Zur Debatte steht eine gesamteuropäische Zusammenarbeit beim Alpen-Transitverkehr, sowohl auf Straße und Schiene. "Bei dieser Gelegenheit soll der Grundstein für ein umfassendes Projekt für die nächsten 30 Jahre gelegt werden," sagte der italienische Transportminister Pietro Lunardi. Andernfalls riskiere Italien die totale Isolation. Besonders beim Schienentransport seien dringend Investitionen für einen Ausbau notwendig, erklärte der Minister. Außerdem stehen auf der Themenliste die Verbindung Turin-Lyon, die Brennerstrecke sowie die Verbindung Aosta- Martigny, wo künftig die Einrichtung einer Bahnverbindung zu überlegen sei. Das Sicherheitsproblem in Tunnels, wie Frèjus und Montblanc, werde Anfang Dezember natürlich schwerpunktmäßig diskutiert. Da der Bau einer effizienten Schieneninfrastruktur mindestens 15 bis 20 Jahre in Anspruch nehme, so Lunardi, müsse in der Zwischenzeit für verstärkte Sicherheit auf Straßen und in Tunnels gesorgt werden. Dies wäre aber nur mit einem strategischen Plan und einer Zusammenarbeit aller beteiligten europäischen Staaten möglich. Bevor das Projekt in Angriff genommen werde, müsse zuerst eine Expertenstudie über den gesamten Alpentransport durchgeführt werden, forderte Lunardi. (vr/im)
Treffen europäischer Transportminister Anfang Dezember
Thema wird eine gesamteuropäische Zusammenarbeit beim Alpen-Transitverkehr sein