Transportpreise: VerkehrsRundschau-Index klettert auf neuen Rekordwert

25.09.2008 17:41 Uhr

Die Preise für Transporte im deutschen Straßengüterverkehr sind im dritten Quartal 2008 kräftig gestiegen

München. Der Aufwärtstrend bei den Transportpreisen im deutschen Straßengüterverkehr hält an. Das belegen die neuesten Zahlen zum „VerkehrsRundschau-Index“, bei dem über 260 Logistikdienstleister und Verlader befragt wurden. Der Index betrug im dritten Quartal 2008 118,10 Punkte (neuer Rekordwert) nach 114,95 Punkten im zweiten Quartal 2008. Das entspricht einem Zuwachs von 2,75 Prozent innerhalb von drei Monaten. Als maßgeblichen Grund für den Anstieg nennt das Fachmagazin VerkehrsRundschau die hohen Dieselpreise. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich der Diesel für Großverbraucher zwischen April 2008 und Juli 2008 um 11,9 Prozent verteuert. Im Fernverkehr ist damit ein Kostenschub in Höhe von 3,13 Prozent verbunden, wenn man davon ausgeht, dass der Anteil der Kraftstoffkosten an den Gesamtkosten bei gut 25 Prozent liegt. Wie die VerkehrsRundschau weiter berichtet, hält der Trend zu steigenden Transportpreisen an. So stellen sich 79,3 Prozent der befragten Unternehmen auf höhere Frachtraten für die kommenden zwölf Monate ein. Das sind deutlich mehr als noch vor drei Monaten (69,2 Prozent). Zusatzbefragung zu CO2-Ausstoß Wie eine Zusatzbefragung ergab, ist die Mehrheit der befragten Logistikdienstleister und Verlader der Meinung, der CO2-Ausstoß im Straßengüterverkehr sollte stärker bekämpft werden. Allerdings sind die Verlader nicht bereit, dafür auch entsprechend mehr zu zahlen. Nur 16 Prozent der Verlader könnten sich vorstellen, sich an den Kosten für die Verringerung von CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr zu beteiligen. 80 Prozent lehnen dies kategorisch ab. Die Logistikdienstleister haben ihrerseits wenig Hoffnung, dass sie bei der Bekämpfung des Klimakillers von ihren Kunden unterstützt werden: 91 Prozent sind der Auffassung, dass die Verlader kein Geld zahlen werden für die Verringerung des CO2-Ausstoßes. In der Pflicht, die CO2-Emissionen zu verringern, steht als allererstes jedoch die Fahrzeugindustrie. 91 Prozent der befragten Verlader und Logistikdienstleister nennen die Nutzfahrzeughersteller als Primär-Verantwortliche. Mit deutlichem Abstand folgt der Staat (39 Prozent). Wenige Möglichkeiten, an der CO2-Bilanz im Straßengüterverkehr etwas zu bewirken, haben demnach die Logistikdienstleister (18 Prozent) und die Verlader (11 Prozent). Die VerkehrsRundschau, Wochenmagazin für Transport und Logistik, ist ein Schwestermagazin von LOGISTIK inside. (pi)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Project Manager, Supply Chain (m/w/d)

Eigeltingen und Radolfzell

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.