Der VerkehrsRundschau-Index bewegt sich wieder. Im zweiten Quartal hat er nach zwei eher ruhigen Runden eine neue Rekordmarke erklommen. So weit die aus Sicht der Transportdienstleister positive Meldung. Für die Dienstleister wie auch für ihre Auftraggeber ist jedoch nicht weniger wichtig, wie sich die Preise zukünftig entwickeln. Die aktuellen Signale aus der Wirtschaft lassen die Vermutung zu, dass die Wirtschaft wieder in ruhigere Gewässer einfährt. So ist der Ifo-Index im Juni erstmals seit Monaten wieder gesunken. Die möglichen Reaktionen darauf lassen sich leicht weiterspinnen: Schwächelnde Nachfrage bedeutet weniger Transporte, keine Laderaumknappheit und dann auch wieder sinkende Frachtraten. Doch Preise hängen immer auch ein Stück weit von den Kosten der Anbieter ab. Und hier ist der Trend eindeutig: Die Kraftstoffpreise ziehen wieder an und die neuen Arbeitszeitregelungen sorgen gleichfalls für steigende Kosten. Auftraggeber erwidern dazu gerne: Werdet noch effizienter. Doch geht das? So hat das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) gerade betont, dass die Möglichkeiten, durch weitere Verringerung des Leerkilometeranteils Kosten zu senken, nahezu ausgeschöpft sind. Allerdings: Höhere Kosten bedeuten in der Tat noch keine höheren Preise. Keine Neuigkeit für das Transportgewerbe, wissen die Betriebe aus Erfahrung doch nur zu gut, welche wichtige Rolle die Marktmacht spielt. Auf der einen Seite also eine Wirtschaft, die offenbar erste Schwächen erkennen lässt, auf der anderen Seite die steigenden Kosten bei den Dienstleistern. Man darf gespannt sein, welche Entwicklung stärkeren Einfluss auf die Frachtraten ausübt. Die Antwort auf die Frage gibt es in drei Monaten in der VerkehrsRundschau, und zwar nur hier. Dann erscheint der nächste Index. Michael Cordes, Redakteur
Transportpreise: Bewegung im Spiel
Der Kommentar der Woche von Michael Cordes, Redakteur