Transportmarktbarometer: Verkehrswirtschaft erwartet weitere Einbußen

27.02.2009 09:06 Uhr
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Die Schiene leidet vor allem darunter, dass weniger Massengut zu transportieren ist (Foto: ddp)
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Transportmarktbarometer spiegelt Wirtschaftskrise wider: Unternehmen rechnen in kommenden sechs Monaten mit sinkenden Mengen und Preisen

Basel/Mannheim. Verlader und Transportdienstleister stellen sich darauf ein, dass das Transportaufkommen in den kommenden sechs Monaten weiter sinkt. Das geht aus den neuesten Ergebnissen des Transportmarktbarometers von Progtrans und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor, bei dem 300 Unternehmer zu der Entwicklung des Transportmarktes in den kommenden sechs Monaten befragt werden. „Die Erwartungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr zeugen überwiegend von einem stark gestiegenen Pessimismus“, heißt es in einer Mitteilung zu den Ergebnissen. Demnach rechnen im Straßengüterverkehr über 70 Prozent der Befragten mit einem sinkenden Transportaufkommen im kommenden Halbjahr. Je nach Teilmarkt gehen zwischen 48,5 Prozent (Nahverkehr) und 60 Prozent (Osteuropa) von einem Rückgang der Preise aus. Zu den größten Verlierern der nächsten sechs Monate zählen den Ergebnissen zufolge der „klassische“ Schienengüterverkehr (ohne den Kombinierten Verkehr). Die Schiene leidet vor allem aufgrund der Tatsache, dass weniger Massengut zu transportieren ist. Für den deutschen Markt gehen 76,7 Prozent der Befragten davon aus, dass das Transportvolumen sinkt. Allerdings: Die Preise zeigen sich stabiler. So vertreten 53,6 Prozent die Ansicht, dass sich die Frachtraten auf der Schiene nicht verändern werden. Starke Mengeneinbußen müssen laut Transportmarktbarometer auch die Binnenschifffahrt sowie die See- und Luftfracht hinnehmen. Nicht ganz so pessimistisch wird die Lage für den Kombinierten Verkehr und für den Kurier-, Express- und Paketmarkt beurteilt. (cd/pi)

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