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Transport- und Logistikverbände kritisieren Grenzkontrollen

Transport- und Logistikverbände warnen vor den Folgen der Grenzkontrollen
© Foto: Sven Hoppe/dpa/picture-alliance

Transport- und Logistikverbände drängen auf die Aufhebung der Grenzkontrollen in Bayern und kritisieren das einseitige deutsche Vorgehen.

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München. Die bayerischen Transport- und Logistikverbände haben die sofortige Aufhebung der Grenzkontrollen in Bayern gefordert. Nach dem einseitigen und unvermittelten Vorgehen Deutschlands hätten Tirol und dann Italien postwendend entschieden, den Brennerpass und die italienische Brennerautobahn für den Lkw-Verkehr zu sperren, erklärten der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) und der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT). Damit sei eine der wichtigsten europäischen Transitrouten praktisch lahmgelegt, Lieferketten würden zerrissen, kritisierten LBS und LBT am Mittwoch, 17. Februar.

„Seit Sonntagnacht wiederholt sich hier das Szenario, welches die EU bereits vor einem Jahr an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht hatte und eigentlich schon als überwunden gegolten hat“ stellten Sabine Lehman, Geschäftsführerin LBS, und Sebastian Lechner, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, LBT, fest.

Verbände warnen vor Abreißen der Lieferketten

Die Unternehmen müssten lange Wartezeiten in Italien oder Umwege von 200 Kilometern in Kauf nehmen. Die Lkw-Fahrer müssten entlang der A 22 mit Kollegen für Schnelltests Schlange stehen. „Keine andere Berufsgruppe war bisher so sicher vor Infektionen wie unser fahrendes Personal – und wird jetzt ohne Not einem solchen Gesundheitsrisiko ausgesetzt“, kritisierten LBS und LBT. An den Grenzübergängen zwischen Bayern und Tschechien spielten sich ähnliche Szenen ab.

Auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) hatten bereits auf die Auswirkungen der Grenzkontrollen an der deutsch-tschechischen und deutsch-österreichischen Grenze hingewiesen. Sie warnten vor einem Abreißen der Lieferkette mit anschließenden Produktionsstopps und Versorgungsengpässen im Handel. „Wir dürfen jetzt nicht wieder zu einer einzelstaatlichen Politik geschlossener Grenzen wie im März 2020 zurückkehren“, mahnte DSLV-Präsident Axel Plaß. (dpa/tb)

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