Transnet lehnt Ausgleich von Lkw-Maut ab

16.01.2002 15:18 Uhr

Das Ziel, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen, wird torpediert

Die Bahngewerkschaft Transnet lehnt den von der Bundesregierung geplanten Ausgleich an die Spediteure für die Lastwagenmaut ab. "Wenn den Speditionen ein Teil der Mineralölsteuer erstattet wird, würden sie für Diesel weniger Steuern zahlen als die Bahn", sagte Transnet-Chef Norbert Hansen am Mittwoch in Frankfurt. Das Ziel, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu holen, werde torpediert. Die Maut müsse stattdessen schrittweise erhöht werden. Die Bahn brauche eine Befreiung von der Mineralölsteuer wie in anderen europäischen Staaten. Der Bundestag hatte im Dezember beschlossen, dass schwere Lastwagen ab 2003 in Deutschland eine Autobahngebühr zahlen müssen. Der vom Bundesverkehrsministerium in Aussicht gestellte Ausgleich würde die Spediteure um 260 Millionen Euro entlasten. Wegen der Schließung hunderter Güterverkehrsstellen der Bahn in diesem Jahr befürchtet Transnet eine "neue Flut" an Lastwagen auf den deutschen Autobahnen. Hansen sprach sich dafür aus, dass für Gewerbegebiete im Baurecht künftig ein Gleisanschluss vorgesehen werde. Bislang sei nur ein Straßenanschluss geplant. (vr/dpa)

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