Berlin. Die Bahngewerkschaft Transnet fordert den neuen Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, auf, die Zweiteilung des Unternehmens wieder rückgängig zu machen. Die Bahn müsse aus einer Hand heraus geführt werden, sagte der Transnet-Chef und stellvertretender Bahn-Aufsichtsratsvorsitzende, Alexander Kirchner, der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstag). An diesem Samstag kommt der Aufsichtsrat der Bahn in Essen zusammen, um den neuen Konzernchef Grube offiziell zu bestellen. Im Vorfeld des einst geplanten Börsengangs der Bahn war der Staatskonzern formal in die Deutsche Bahn AG Holding, die sich um das Schienennetz und die Bahnhöfe kümmert, und die DB Mobility Logistics AG, die den Personen-und Güterverkehr sowie die Logistik kontrolliert, aufgespalten worden. Laut Kirchner macht es keinen Sinn, die Trennung beizubehalten, zumal der künftige Bahn-Chef Grube einen Börsengang auf absehbare Zeit nicht erwartet. Die Spaltung des Konzerns hat, auch wenn sie nur rechtlich formal im Vorstand bestand, sehr wohl in den weiteren Abläufen eher behindert und nur Geld kostet, kritisierte der Transnet-Chef. (dpa)
Transnet gegen Spaltung der Bahn
Bahn-Gewerkschaft: Trennung des Staatskonzerns rückgängig machen