Weimar. Das Betreiberkonsortium Toll Collect will im Mai einen bundesweiten Test zur Mauterfassung starten. Dafür sollen etwa zwei Wochen lang einige Dutzend Fahrzeuge kostenlos mit Mautgeräten ausgestattet werden. Überlegungen zufolge sollen sich daran auch Mitarbeiter des Unternehmens als Beifahrer beteiligen. Das wurde am Samstag am Rande der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes des Thüringer Verkehrsgewerbes in Weimar-Legefeld bekannt, auf der auch Vertreter des Betreiberkonsortiums anwesend waren. Mit dieser weiteren Testreihe solle das Vertrauen in das System zurückgewonnen werden. Ferner kritisierten die Thüringer Spediteure auf der Hauptversammlung, dass sich mit der Maut die durchschnittlichen Fahrtkosten auf der Straße um 15 Prozent verteuerten. Das sei ein Wettbewerbsnachteil zu westeuropäischen Fuhrunternehmen, da diese eine wesentlich niedrigere Mineralölsteuer zu tragen hätten, sagte Ulrich Hoffmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Thüringer Verkehrsgewerbes. Außerdem werde durch die EU-Osterweiterung mit einem verschärften Konkurrenzdruck zu Lasten deutscher Unternehmen gerechnet. Bereits jetzt seien rund 30 Prozent ausländische Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs, erklärte Hoffmann. Dieser Anteil werde weiter steigen. Osteuropäische Spediteure hätten erheblich geringere Kosten und zahlten niedrigere Löhne. Der Thüringer Verband zählt nach eigenen Angaben 556 Mitglieder. (vr/dpa)
Toll Collect will neue Tests für Mautgeräte starten
Vertrauen in das System soll zurückgewonnen werden / Thüringer Spediteure beklagen Fahrtkostenverteuerung