Tiefwasserhafen: Nördliche Länder noch uneins über Standort

27.10.2000 09:33 Uhr

Projektgruppe der Länder soll Standortgutachten prüfen und Ergebnisse im Früjahr vorlegen

Niedersachsen, Bremen und Hamburg sind sich noch nicht einig, wo der geplante Tiefwasserhafen an der Nordseeküste gebaut werden soll. Damit ist die Standortalternative Wilhelmshaven oder Cuxhaven weiter offen. Die drei Länder haben allerdings vereinbart, dass sie in dieser Frage künftig gemeinsam vorgehen wollen. Das ist das Ergebnis der Beratungen der sozialdemokratischen Regierungschefs Simar Gabriel (Niedersachsen), Henning Scherf (Bremen) und Ortwin Runde (Hamburg) am Donnerstag bei der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten der Länder in Schwerin. Nach jahrzehntelanger Konkurrenz zwischen den Seehäfen Bremerhaven und Hamburg sei damit ein großer Schritt getan, sagte Scherf. Gabriel sprach sich erneut für Wilhelmshaven als Standort für den Tiefwasserhafen aus. Allerdings müssten von Hamburg vorgebrachten Zweifel berücksichtigt werden. Eine gemeinsame Projektgruppe der drei Länder soll nun die Ergebnisse mehrerer Gutachten zum Bau eines Tiefwasserhafens an der Nordseeküste prüfen und bis zum 31. März 2001 Ergebnisse vorlegen. Ein von der niedersächsischen Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten der Unternehmensberatungsgesellschaft Roland Berger weist Wilhelmshaven gegenüber seinem Mitbewerber zahlreiche Standortvorteile auf. Nach den Worten von Runde ist die Qualität der Gutachten jedoch nicht ausreichend. Unklar sei etwa, wann an den beiden Standorten die Kapazitätsgrenzen erreicht seien. (dpa)

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