Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat das Vorgehen des neuen Bahnchefs Rüdiger Grube im Datenskandal gelobt. Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte er am Donnerstag, Grube habe „mit aller Konsequenz diejenigen zur Verantwortung gezogen, die mit diesem Datenskandal in Verbindung gestanden haben.“ Er sei froh, dass jetzt ein „Neuanfang“ gewagt werde, sagte Tiefensee. Die Politik müsse nun darüber nachdenken, ob sie beim Datenschutz vorbildlich aufgestellt sei. Am Mittwoch hatte der Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn, Werner Müller, mitgeteilt, dass vier Vorstände die Bahn verlassen. In direktem Zusammenhang mit der Affäre räumen Politikvorstand Otto Wiesheu und der bei der Verkehrstochter DB Mobility Logistics (DB ML) für Logistik und Transport zuständige Norbert Bensel ihre Posten. Das gleiche gilt für DB-ML-Personalvorstand Margret Suckale, die schon in der vergangenen Woche ihren Wechsel zum Chemiekonzern BASF bekannt gegeben hatte. Der beim Gesamtkonzern für Personal zuständige frühere Gewerkschaftschef Norbert Hansen geht nach Konzernangaben aus gesundheitlichen Gründen. (jök/dpa)
Tiefensee lobt Bahnchef Grube
Grube habe "mit aller Konsequenz diejenigen zur Verantwortung gezogen, die mit diesem Datenskandal in Verbindung gestanden haben"