Berlin. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat Zweifel, dass die Technik für die Einführung der Lkw-Maut rechtzeitig am 31. August steht. Der "tageszeitung" in Berlin sagte Stolpe, er teilte die Befürchtung der Spediteure, bis zu dem Termin nicht die nötige Zahl an Bordcomputern zur Verfügung zu haben: "Die Sorge habe ich selbst", sagte der Minister. "Aber: Die Fahrer werden neben den automatischen Geräten auch das Internet nutzen können oder das Handy. Zudem werden wir an Tankstellen und Grenzübergängen 3.500 Automaten aufstellen. ", sagte Stolpe der Zeitung. Auf Nachfrage der VerkehrsRundschau beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen betonte ein Sprecher des Ministeriums, der Verkehrsminister habe in dem Interview keine Zweifel am Starttermin 31. August geäußert. "Der Minister wollte zum Ausdruck bringen, dass wir die Sorgen der Spediteure ernst nehmen." Nach wie vor gehe man im Ministerium vom Starttermin 31. August aus, den die Industrie fest zugesichert habe. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Lippold, nahm die Äußerungen Stolpes zum Anlass für heftige Kritik an der Bundesregierung. Er warf der Regierung beim Mautstart mangelhafte Vorbereitung vor und warnte vor einem drohenden Chaos auf den Autobahnen. "Befürchtungen dass etwas schief läuft sind nicht hilfreich. Jetzt muss gehandelt werden", wird Lippold in einer Mitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zitiert. Es sei Sache der Regierung für einen pünktlichen und einwandfreien Mautstart zu sorgen. (vr/dpa)
taz: Stolpe befürchtet zu geringe Zahl an Bordcomputern zum 31. August
Bundesverkehrsminister verweist auf alternative Buchungswege