Düsseldorf. Die Tarifverhandlungen für die 100.000 Beschäftigten der privaten Verkehrswirtschaft Nordrhein-Westfalens sind in der vierten Verhandlungsrunde ergebnislos geblieben. Die Verhandlungen seien am Vortag ohne Festlegung eines neuen Termins vertagt worden, teilte der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW am Freitag in Düsseldorf mit. Der Arbeitgeberverband betonte, er habe ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Es sehe eine Erhöhung von 2,8 Prozent ab 1. September und eine weitere von 1,9 Prozent im nächsten Jahr vor. Bei Kraftfahrern sollten die Erhöhungen jeweils 0,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen. Dafür wollten die Arbeitgeber die Freistellung und Kosten für die Weiterbildung der Fahrer tragen. „Unser Angebot war akzeptabel und verhandlungsfähig. Wir wollten einen Abschluss und hatten eine Tarifvereinbarung vorbereitet“, sagt Spediteur Ulrich Bönders, der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite. Der Arbeitgeberverband kritisierte vor diesem Hintergrund den Verhandlungspartner, die Gewerkschaft Verdi. Von den etwa 100.000 Beschäftigten der Branche in NRW sei schätzungsweise jeder Dritte ein Fahrer. Neben Speditionen, Logistikfirmen und Möbeltransporteuren gehörten unter anderem auch Kurier- und Paketdienste zu der Branche. (dpa/szs)
Tarifverhandlungen in NRW-Verkehrsbranche erneut vertagt
Ein neuer Verhandlungstermin ist nicht festgelegt worden, Arbeitgeberverband kritisiert Verdi