Düsseldorf. Die Tarifgespräche zwischen Arbeitgebervertretern des Speditionsgewerbes in Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Gewerkschaft ver.di haben vorerst kein Ergebnis gebracht. Laut einer Mitteilung des Verbandes Güterkraftverkehr und Logistik Nordrhein hat ver.di das Angebot der Arbeitgeber abgelehnt, die Löhne und Gehälter um 1,9 Prozent zu erhöhen, wenn dafür flexiblere Arbeitszeitregelungen und eine Tariföffnungsklausel für Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Situationen akzeptiert würden. Bernd Andresen, Geschäftsführer des Verbandes Güterkraftverkehr und Logistik Nordrhein, erläuterte gegenüber der VerkehrsRundschau eine der Hauptforderungen auf Arbeitgeberseite: "Die Einschränkungen bei der Arbeitszeit des Fahrpersonals durch eine entsprechende EU-Arbeitszeitrichtlinie wollen wir im Rahmen des gesetzlich Möglichen erweitern." Die Richtlinie, die bis 23. März 2005 in nationales Recht umgesetzt werden muss, sieht unter anderem vor, dass die tägliche Arbeitszeit nicht mehr als acht Stunden und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten darf. Als "inakzeptabel" bezeichnete Andresen die Forderung der Gewerkschaft nach 2,8 Prozent höheren Tariflöhnen. Die Verhandlungen sollen am 21. Oktober fortgesetzt werden. (diwi)
Tarifverhandlungen für Transport- und Speditionsgewerbe in NRW verschoben
Gewerkschaft ver.di lehnt Forderung der Arbeitgebervertreter nach flexibleren Arbeitszeiten und Öffnung des Tarifs ab.