PARIS. Nach sieben Jahren ständigen Wachstums hat sich das 1992 gegründete französische börsengeführte Unternehmen Synchrony (Gleizé/Rhône) Anfang April plötzlich für zahlungsunfähig erklären müssen. Der letzte Jahresumsatz lag nach einem Bericht der Zeitschrift L’Usine Nouvelle bei 107,3 Millionen Mark. Synchrony-Chef Noël Bouly begründet den "Unfall" mit einem Missverständnis auf Seiten des Sozialversicherungsträgers URSSAF. Das Blatt weist jedoch darauf hin, dass die Transport- und Logistikfirma seit zwei Jahren rückläufige Umsätze verzeichnet und sich die Verluste seither auf mehrere Millionen Mark erhöht haben. In der Branche heißt es, Boël habe den Transportservice zu schnell und zu weitgehend zugunsten von Logistik (Umsatzanteil 2000: 40 Prozent) vernachlässigt. 1999 sackte der Transportbereich um 16 Prozent ab, was durch Logistikleistungen nicht kompensiert werden konnte. (vr/jb)
Synchrony: zu rasch auf Logistik umgeschwenkt
Rückgang im Transportbereich konnte nicht durch Logistik aufgefangen werden