Bozen. Bereits ab Herbst könnten alle Lastwagen der Schadstoffklasse Euro-0 oder Euro-1 von den Straßen Südtirols verbannt werden. Laut eines aktuellen Rechtsgutachtens kann Landeshauptmann Luis Durnwalder ein entsprechendes Verbotsdekret schon im September erlassen. Besonders LKW-Transite aus den ehemaligen Ostblockländern, dem Balkan und der Türkei würden laut italienischen Medienberichten die Luft verpesten und bis 30 Prozent der Schadstoffe in die Luft schleudern. Für mögliche Proteste der Frächter, die noch mit den veralteten Lastwagen unterwegs sind, in Brüssel, will man sich mit dem "Landesplan für Umweltschutz" rüsten. Laut Umweltlandesrat Michael Laimer sollen in allen Landesteilen exakte Messungen durchgeführt werden, durch die belegt werden kann, dass vor allem der Feinstaub für die schlechten Luftverhältnisse in Tälern und Städten verantwortlich ist. Ende August soll der Plan fertig sein und von der Landesregierung bestätigt werden. Schadstoffreiche Euro-0 und Euro-1 Lastwagen machen zehn bis 15 Prozent der internationalen Fahrzeugflotte aus, die durch Südtirol rollt. (vr/im)
Südtirol: Fahrstopp für schadstoffreiche Lkw
Ab September könnten Euro-0 und Euro-1-LKW von den Straßen verbannt werden