Bonn. Der „Tarif für den Spediteursammelgutverkehr“ wird ab 1. September dieses Jahres um 3,6 Prozent steigen. Dies haben die Mitglieder der Vereinigung der Sammelgutspediteure im BSL (Versa) auf ihrer Jahresversammlung am vergangenen Donnerstag in Bonn beschlossen. Nach Ansicht der mittelständisch geprägten Vereinigung lässt die derzeitige Markt- und Kostensituation keinen weiteren Aufschub zu. „Die derzeitige Situation im Spediteursammelgutverkehr ist vor allem durch kapazitäre Engpässe des angebotenen Frachtraumes gekennzeichnet. Dies verteuert vornehmlich die Kosten im Hauptlauf, der einen Anteil von 20 Prozent an den Gesamtkosten hat“, erklärt Gerhard Diehl als Vorsitzender der Vereinigung die Marktlage. Hinzu kämen die wieder anziehenden Personalkosten, die mit bis zu 1,5 Prozent zur Preiserhöhung beitrügen. An den Gesamtkosten seien Löhne und Gehälter mit über 50 Prozent beteiligt. Darüber hinaus hätten deutsche Spediteure eine zunehmende Zahl staatlicher und versicherungsrechtlicher Auflagen unter dem Sicherheitsaspekt zu erfüllen. Ein Thema, auf das auch immer mehr Verladerkunden den Fokus im Rahmen ihres Anforderungsprofils an die Spediteure richteten. Daraus resultierten gesteigerte Ansprüche an die Organisation der Logistikdienstleister, was erhöhte Kosten durch Schulung der Mitarbeiter und Investitionen in Sicherheitstechnik, wie Überwachungsanlagen, Software und moderne Scanneranlagen, nach sich zöge, so Versa.
Stückgutspediteure erhöhen Preise
Zum 1. September steigen die Preise für Stückguttransporte per Lkw in Deutschland. Die Versa erhöht ab 1. September den Tarif um 3,6 Prozent. Die Spediteure begründen Anstieg mit höheren Kosten.