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Studie zum Güterverkehr sieht Potenzial vor allem im Kombinierten Verkehr

Die Initiative Pro Mobilität plädiert für eine stärkere Verzahnung der Verkehrsträger, vor allem im Kombinierten Verkehr Straße/Schiene
© Foto: Michael Cordes/VerkehrsRundschau

Die Verkehrsinitiative Pro Mobilität hat vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln einen „Faktencheck Güterverkehr in Deutschland“ durchführen lassen. Im Fokus steht vor allem das Verlagerungspotenzial der Schiene im Güterverkehr.


Datum:
02.02.2022
Autor:
Mareike Haus
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Frankfurt am Main/Berlin. Die Verkehrsinitiative Pro Mobilität e.V. hat am 2. Februar in einer Online-Pressekonferenz die beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln in Auftrag gegebene Studie "Faktencheck Güterverkehr in Deutschland - Von der fehlenden Infrastruktur zum Verlagerungspotenzial" vorgestellt. Ziel des Faktenchecks war es demnach, das Verlagerungspotenzial der Schiene im Güterverkehr zu untersuchen. Dabei kommt die unter Federführung von IW-Senior Economist Thomas Puls erarbeitete Studie zu dem Schluss, dass das Verlagerungspotential stark begrenzt sei. Traditionelle Transportgüter der Schiene, wie Kohle und Mineralölerzeugnisse würden an Bedeutung verlieren, aufgrund der Struktur der beförderten Güter sei eine Verlagerung vom Lkw auf die Schiene mengenmäßig schlicht limitiert. Gerade der boomende Onlinehandel bedürfe aufgrund der Kleinteiligkeit der Sendungen der Feinverteilung mit dem Lkw. Das größte Verlagerungspotenzial für die Zukunft, das es zu heben gilt, sei vielmehr der Kombinierte Verkehr Straße/Schiene, heißt es weiter.

"Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen"

"Jahrzehntelang betreibt die deutsche Politik Verkehrsverlagerung - mit stark überschaubarem Erfolg. Das hat Gründe, wie die Studie jetzt zeigt“, kommentiert Pro Mobilität-Vizepräsident Prof. Dirk Engelhardt die Ergebnisse. Zum einen seien enorme finanzielle, juristische und organisatorische Anstrengungen erforderlich, um die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zukunftsfit zu machen. Dies gelte sowohl für die Straße als auch für die Schiene. „Zum anderen dürfen die beiden Verkehrsträger nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen miteinander verzahnt werden! Das gelingt am besten im Kombinierten Verkehr Straße/Schiene“, so Engelhardt.

Ins gleiche Horn stößt Thomas Puls vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln: "Eine qualitativ hochwertige und umfassende Abdeckung mit Güterverkehrsleistungen wird nur möglich sein, wenn die Stärken der einzelnen Verkehrsträger in einem Gesamtsystem kombiniert werden. Ein Gegeneinander von Straße, Schiene und Wasserstraße ist der sichere Weg zum Scheitern, denn keiner der Verkehrsträger ist auf absehbare Zeit in der Lage die Transportaufgaben eines anderen zu übernehmen.“

Die detaillierten Ergebnisse der Studie wurden von den Initiatoren hier zum Download bereit gestellt.

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