Hamburg. Das weltweite Bevölkerungswachstum und die große wirtschaftliche Dynamik besonders in China und Indien werden auch künftig für eine unverändert hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten sorgen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der HSH Nordbank, die sie unter dem Titel „Infrastrukturinvestitionen weltweit“ vorgelegt hat. In Verbindung mit dem fortschreitenden Wachstum der Städte in Südostasien sei ein erheblicher Bedarf an Infrastrukturinvestitionen zu erwarten. Er wird bis zum Jahr 2030 – einschließlich der Elektrizitäts-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung – auf 71 Billionen US-Dollar (rund 50 Billionen Euro) geschätzt. Allein für den Erhalt und Ausbau der Straßen seien jährlich zwischen 220 und 290 Milliarden US-Dollar und für die Schienennetze zwischen 50 und 60 Milliarden US-Dollar nötig, meint die Bank. Die Unternehmensberatung McKinsey glaubt sogar, dass in den nächsten beiden Jahren rund 400 Milliarden US-Dollar pro Jahr in die Straßennetze und 140 Milliarden in die Eisenbahninfrastruktur fließen. Da viele öffentliche Haushalte mit der Bereitstellung der Mittel in dieser Größenordnung überfordert sein dürften und ohnehin die Tendenz bestehe, Infrastrukturkosten direkt an die Nutzer weiterzureichen, werde die die Bedeutung privater Investoren in diesem Bereich zunehmen, so die Studie. Etwa elf Prozent der im Zeitraum 2005 bis 2010 für die öffentliche Transportinfrastruktur vorgesehenen Investitionen von rund drei Billionen US-Dollar würden danach mit privater Beteiligung erfolgen In diesem Teilsegment liege die Scheine laut Studie mit 48 Prozent vor der Straße mit 44 Prozent. Die HSH Nordbank weist in diesem Zusammenhang auf die Attraktivität von Infrastrukturinvestments mit hohen durchschnittliche Renditen im zweistelligen Bereich hin. (jm)
Studie: Weltweit hohe Nachfrage nach Transporten
Hohe Bedarf an Investitionen in Infrastruktur: HSH-Nordbank-Studie sieht öffentliche Haushalte finanziell überfordert