Wien. Verkehrsminister Hubert Gorbach steckte vergangene Woche im Gespräch mit ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die Konturen der geplanten Strukturreform ab. Danach soll innerhalb eines Jahres eine Holding mit den Tochtergesellschaften Güterverkehr, Personenverkehr und Infrastruktur geschaffen werden. Ziel dieser Organisationsform sei es, die Bereichsverantwortung besser sichtbar zu machen. Bei der Reorganisation geht es aber auch um Kostensenkung. Finanzminister Karl-Heinz Grasser fordert Einsparungen von 200 Millionen Euro jährlich. Der aktuelle Finanzplan der Österreichischen Bundesbahn sieht für 2003 allerdings nur um 40 Millionen Euro gekürzte Ausgaben vor. Gorbach stellt dazu fest, dass es in Zukunft keine automatische Abdeckung von ÖBB-Verlusten geben werde. Als Ersatz plant er langfristige Verträge, die den Staatszuschuss klar regeln. Für Infrastrukturbauten ist außerdem eine Überprüfung der derzeitigen Prioritätenreihung vorgesehen. (vr/rv)
Strukturreform der ÖBB jetzt endgültig
Holding für Güter- und Personenverkehr sowie Infrastruktur innerhalb eines Jahres