Verbände des Straßenverkehrs und der Wirtschaft haben eine Initiative für die Modernisierung der deutschen Infrastruktur gegründet. Unter dem Namen "Pro Mobilität" will sie angesichts der geplanten EU-Osterweiterung und des "Besorgnis erregenden" Zustandes des Straßennetzes in Deutschland eine Infrastrukturoffensive erreichen, wie ihr Präsident Peter Fischer betonte. Der einstige Verkehrsminister Niedersachsens forderte jährlich 2,5 Milliarden Euro für den Erhalt und den Ausbau der Fernstraßeninfrastruktur. "Die dritte Fahrspur muss bei Autobahnen Standard werden". Die deutschen Autobahnen, die einst als die besten der Welt gegolten hätten, erreichten mittlerweile "kaum noch europäisches Mittelmaß", kritisierte Fischer. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) begrüßte die Gründung der Initiative und versprach konstruktive Zusammenarbeit. "Pro Mobilität" gehören unter anderem der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der ADAC, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) an. (vr/jök)
Straßenlobby gründet Interessenverband "Pro Mobilität"
Präsident Peter Fischer: Dritte Fahrspur muss beim Autobahnen Standard werden