Kopenhagen. Die Regierungen in Dänemark und Deutschland wollen wahrscheinlich im August über eine neue Eignerstruktur bei der gemeinsamen Fährreederei Scandlines entscheiden. Das kündigte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe heute nach einem Gespräch mit seinem dänischen Kollegen Flemming Hansen in Kopenhagen an. Die Bundesregierung sehe, dass die Eignerstruktur „verbesserungsfähig“ sei und werde bei ihren Entscheidungen vorrangig darauf achten, dass keine Standorte oder Arbeitsplätze gefährdet würden. Die Deutsche Bahn als Mitbetreiber der Reederei will den deutschen Anteil von 50 Prozent seit längerem verkaufen. Als Hintergrund gelten neben der Konzentrationauf das Bahn-Kerngeschäft auch jahrelange, heftige Spannungen zwischen dem deutschen und dem dänischen Spitzenmanagement in der Rostocker Scandlines-Zentrale. Dänemarks Regierung will bei einer Übernahme der deutschen Bahnteile eine wahrscheinlich skandinavische Privatreederei beteiligen. (dpa/tbu)
Stolpe: Entscheidung über Scandlines wahrscheinlich im August
Bundesverkehrsminister sieht Handlungsbedarf für neue Eignerstruktur der deutsch-dänischen Fährreederei