Nachdem HCI erfolgreich in die Chemielogistiksparte integriert worden sei, stünden nun Investitionen im Verkehrsbereich auf dem Einkaufszettel. Geplant seien Akquisitionen im Logistikgeschäft, sowie die Optimierung des europäischen Landverkehrsnetzes in Westeuropa und die Stärkung der transpazifischen Routen in der Luft- und Seefracht. Im Chemie-Bereich strebt der Konzern eine Beteiligung an einem Chemielogistiker an, der in dieser Region über Markterfahrungen verfügt. Zu den Investitionsvolumen sagte Bernotat nichts.
Zudem wurde deutlich, dass der von E.On geplante Verkauf des Stinnes-Anteils von immerhin 65,5 Prozent langsam konkrete Formen annimmt. Nachdem der Börsenkurs in den letzten Wochen kontinuierlich gestiegen ist, wird auch eine Zweitplazierung des Anteils an der Börse wieder wahrscheinlicher. Die wahrscheinlichste Alternative wäre der Verkauf an einen strategischen Investor. Gehandelt werden UPS, die Bahn und manchmal sogar Kühne & Nagel.
Parallel zur Hauptversammlung gab das Unternehmen die Geschäftszahlen für das erste Quartal bekannt. Danach ist der Umsatz, verglichen mit der Vorjahresperiode, um 8,4 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen uns Steuern (Ebit) sank um gut neun Prozent auf 71,2 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben fast 31 Millionen Euro übrig, gut 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Schuld seien, so der Konzern, das schwache wirtschaftliche Umfeld und der starke Preisverfall. Für das Gesamtjahr plane Stinnes nach wie vor mit einem Anstieg des Ebit um neun Prozent.